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8. Dezember 2021
Redaktion

Hilfsmittelausgaben der GKV in den ersten drei Quartalen gestiegen

Die Hilfsmittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung lagen im 1. bis 3. Quartal 2021 bei rund 7,6 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: rund 6,9 Mrd. Euro). Sie sind damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 735 Mio. Euro gestiegen, wie das Bundesministerium für Gesundheit berichtet. Die Hilfsmittelausgaben machen rund 3,6 Prozent der Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung aus, die bei rund 211,2 Mrd. Euro lagen. 

Foto: Africa Studio/Adobe Stock

Laut Bundesgesundheitsministerium liegt die Veränderungsrate der Hilfsmittelausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei der GKV (absolut) bei 5,24 Prozent. Die Veränderungsrate je Versichertem liegt in der GKV (gesamt) bei 5,21 Prozent, AOK:  4,4 Prozent, BKK: 6,0 Prozent, IKK 11,5 Prozent, Knappschaft Bahn-See: 4,1 Prozent, Ersatzkassen: 5,0 Prozent und Landwirtschaftliche Krankenkasse: 1,0 Prozent. Die Veränderungsrate für Leistungen insgesamt (alle Leistungsbereiche) liegen bei der GKV je Versichertem bei 5,07 Prozent.

Insgesamt hatten die 102 gesetzlichen Krankenkassen im 1. bis 3. Quartal 2021 ein Defizit von knapp 3,2 Mrd. Euro zu verbuchen. Hierbei ist berücksichtigt, dass die Krankenkassen in diesem Zeitraum rund 6 Mrd. Euro ihrer Finanzreserven an den Gesundheitsfonds abgeführt haben. Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen zum Stichtag 30. September bei 13,6 Mrd. Euro. Dies entspricht 0,58 Monatsausgaben und damit im Durchschnitt in etwa dem Dreifachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. Der Gesundheitsfonds erzielte in den Monaten von Januar bis September ein saisonübliches Defizit von 2,0 Mrd. Euro.

Einnahmen der Krankenkassen in Höhe von 208,0 Mrd. Euro standen im 1. bis 3. Quartal Ausgaben von rund 211,2 Mrd. Euro gegenüber. Die Einnahmen der Krankenkassen, die sie in erster Linie durch vorab festgelegte Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds erhalten, sind um 6,9 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten verzeichneten einen Zuwachs von 4,8 Prozent. Diese Entwicklung liegt unterhalb dessen, was der GKV-Schätzerkreis für das Gesamtjahr 2021 erwartet (5,7 Prozent). Der durchschnittlich von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitragssatz liegt seit Anfang des Jahres stabil bei 1,28 Prozent.

Mit Ausnahme der Ersatzkassen und der landwirtschaftlichen Krankenversicherung, die einen Überschuss von rund 70 bzw. knapp 30 Mio. Euro erzielten, verbuchten alle anderen Krankenkassenarten im 1. bis 3. Quartal Defizite: Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) erzielten ein Minus von 2,7 Mrd. Euro, die Betriebskrankenkassen (BKK) von 344 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen (IKK) von 207 Mio. Euro und die Knappschaft von knapp 23 Mio. Euro.

Von den rund 6 Mrd. Euro, die dem Gesundheitsfonds von allen gesetzlichen Krankenkassen im 1. bis 3. Quartal zugeführt und als Zuweisungen wieder an die Krankenkassen ausgezahlt wurden, haben die AOKen etwa 3,2 Mrd. Euro, die Ersatzkassen etwa 1,7 Mrd. Euro, die Betriebskrankenkassen rund 590 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen 360 Mio. Euro und die Knappschaft rund 140 Mio. Euro aufgebracht.

 

Foto: Andrey Popov/Adobe Stock
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