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8. März 2023
Redaktion
Schuhhandel

Umsätze von 2019 noch nicht erreicht

Der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) gab auf der Messe Shoes in Düsseldorf die Zahlen für das Jahr 2022 bekannt.
Frau
Foto: kasto/Adobe Stock

Nach Berechnungen des BTE wuchs das Marktvolumen mit Schuhen in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2021 um nahezu 10 Prozent auf insgesamt etwa 11,5 Milliarden Euro. Während dabei der stationäre Schuhfachhandel seinen Umsatz um rund 26 Prozent (1,4 Milliarden Euro) steigern konnte, verlor der Online-Schuhhandel rund 19 Prozent (500 Millionen Euro) seiner während der Coronaphase stark zugewonnenen Umsätze.

Maßgebliche Gründe hierfür sieht der BTE in der Öffnung der Geschäfte während des gesamten Jahres im Vergleich zu 2021, als die stationären Schuhgeschäfte bis zu fünf Monate geschlossen bleiben mussten. Weder die von Januar bis März 2022 bestehenden 2G- bzw. 3G-Kontrollen noch die bis April/Mai teilweise geltende Maskenpflicht in den Geschäften konnten den Verbrauchern die Lust am Shoppen in den Schuhgeschäften nehmen, so der Verband.

Umsatzschub im September

In den ersten fünf Monaten des letzten Jahres habe es, trotz des Ende Februar begonnen Ukraine Krieges, deutliche nominale Umsatzsteigerungen zu den entsprechenden Monaten des Vorjahres gegben. Mit den in den folgenden Monaten einsetzenden deutlichen Steigerungen der Energiepreise und einer heißen Sommerphase habe die Umsatzentwicklung deutlich an Dynamik verloren. Ein Umsatzschub im September könne zum einen auf die Wetterentwicklung sowie zum anderen auf die Auszahlung der Energiepreispauschale zurückgeführt werden. Zum Jahresende beflügelte die Kältephase von Mitte November bis kurz vor Weihnachten insbesondere den Verkauf von Winterschuhen, Stiefeln/Boots sowie auch Trekking- und Outdoorschuhen die Umsätze nochmals deutlich. Ebenso wurden vor allem in der zweiten Jahreshälfte aufgrund vielfach wieder durchgeführter Veranstaltungen verstärkt anlassbezogen Schuhe gekauft.

Schuhhandelsumsatz liegt hinter den Zahlen aus 2019 zurück

Relativiert werden die Umsatzergebnisse allerdings durch deutliche Kostensteigerungen, die dem Schuhhandel durch höhere Energiepreise, höheren Mieten und auch gestiegenen Gehältern entstanden sind. Dadurch wurden die Erträge/Gewinne der Schuhhändler deutlich geschmälert. Auch im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 relativieren sich die guten Umsatzzahlen der Branche: Der Schuhhandelsumsatz lag immer noch um rund 2,5 Prozent hinter den Zahlen aus 2019 zurück.

Foto: Andrey Popov/Adobe Stock
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