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30. August 2023
Redaktion
Deutsche Schuhindustrie

Leichter Umsatzzuwachs im ersten Halbjahr 2023

Im Rahmen der Messe „Shoes Düsseldorf“ gab der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. (HDS/L) die Zahlen für das erste Halbjahr 2023 bekannt.
Foto: HDS/L
HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert.

Der Gesamtumsatz der deutschen Schuhhersteller ist laut HDS/L im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum leicht gestiegen. Von Januar bis Juni 2023 wurden 1,17 Milliarden Euro umgesetzt. Im ersten Halbjahr 2022 betrug der Umsatz 1,11 Milliarden Euro, wobei im vergangenen Jahr die Dynamik und der Umsatzzuwachs erst im zweiten Halbjahr deutlich zunahm. Damit stieg der Umsatz der deutschen Schuhindustrie um rund 5,4 Prozent. In Anbetracht allgemein höherer Preise relativiere sich dieser Anstieg jedoch deutlich, so der HDS/L.

Im Inland wurden Verkaufserlöse in Höhe von 865 Millionen Euro erzielt, im Ausland in Höhe von 304 Millionen Euro. Davon entfiel ein Umsatz von 190 Millionen Euro auf die Eurozone. Das entspricht einem Anteil von etwa 60 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag die Umsatzzahl insgesamt für denselben Zeitraum bei etwa 834 Millionen Euro im Inland, 285 Millionen im Ausland und davon rund 177 Millionen Euro in der Eurozone.

Die Zahl der Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten blieb mit 33 stabil. Insgesamt arbeiteten in diesen Betrieben im Mittelwert des ersten Halbjahres 2023 etwa 8.990 Beschäftigte in Deutschland. Im letzten Jahr waren es im Vergleichszeitraum etwa 8.067 Beschäftigte im Monatsschnitt. Das bedeutet ein Beschäftigungsplus von etwa elf Prozent. Nimmt man auch die kleineren Betriebe hinzu, arbeiten in der Branche etwa 17.000 Beschäftigte.

Preise für Schuhe

Die Erzeugerpreise bei Schuhen sind im ersten Halbjahr 2023 weiter gestiegen, teilt der HDS/L mit. Der Anstieg habe sich aber deutlich abgeschwächt im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2022 stiegen die Erzeugerpreise bei Schuhen um 6,1 Prozent. Demgegenüber wurde von Januar bis Juni 2023 noch ein Anstieg der Erzeugerpreise von 1,7 Prozent verzeichnet. Dieser Wert liegt etwas höher als für Textilien insgesamt (Anstieg von 0,9 Prozent) oder Bekleidung (Anstieg von etwa einem Prozent). Der Verbraucherpreisindex insgesamt ist im ersten Halbjahr 2023 um 2,2 Prozent gestiegen, und die Inflationsrate lag im Juni bei 6,4 Prozent. Der Verbraucherindex für Schuhe stieg auf 3,2 Prozent im selben Zeitraum.

Exporte

Die Ausfuhren von Schuhen stiegen im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtet der HDS/L. Während im Vorjahr der Wert von Januar bis Juni bei etwa 4,5 Milliarden Euro lag, sind in der ersten Hälfte 2023 Schuhe im Wert von 5,3 Milliarden Euro ausgeführt worden. Das entspricht wertmäßig einem Plus von 17,8 Prozent. Die für Deutschland wichtigsten Handelspartner in Europa sind Polen, Frankreich und Italien.

Importe

Kumuliert wurden von Januar bis Juni 2023 Schuhe im Wert von 6,6 Milliarden Euro eingeführt, 2022 lag der Wert im ersten Halbjahr bei 6,5 Milliarden. Das entspricht einem Plus von etwa 1,5 Prozent. China ist das wichtigste Importland von Schuhen. Insgesamt betrug der Wert von Schuheinfuhren aus diesem Land im ersten Halbjahr 2022 etwa 1,6 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum 2023 wurde mit einem Einfuhrwert von 1,5 Milliarden Euro jedoch ein leichter Rückgang von etwa sechs Prozent verzeichnet.

China ist das wichtigste Importland von Schuhen. Insgesamt betrug der Wert von Schuheinfuhren aus diesem Land im ersten Halbjahr 2022 etwa 1,6 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum 2023 wurde mit einem Einfuhrwert von 1,5 Milliarden Euro jedoch ein leichter Rückgang von etwa sechs Prozent verzeichnet. Dicht darauf folgt Vietnam als zweitwichtigster Importeur, mit einem Wert von 1,2 Milliarden Euro von Januar bis Juni 2023 (Vorjahr: 1,1 Milliarden) – eine Steigerung von rund neun Prozent. Dies liege vorwiegend an der hohen Nachfrage für Sneaker und Sportschuhe, für die Vietnam ein wichtiger Produktionsstandort ist.

Foto: Andrey Popov/Adobe Stock
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