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23. Januar 2023
Redaktion
ANWR

ANWR-Unternehmensgruppe baut Geschäftsvolumen aus

Die ANWR Group konnte das Geschäftsvolumen im Jahr 2022 um 9,6 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro ausbauen und setzt damit trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen das Wachstum der letzten Jahre fort.
Foto: ANWR Group
Frank Schuffelen, Vorstandsvorsitzender der ANWR Group.

Das Zentralregulierungsgeschäft verlief für die ANWR-eigenen Verbundgruppen aus den Bereichen Schuhe, Sport und Lederwaren nach zwei Geschäftsjahren unter Pandemie-Bedingungen erfolgreich, teilt die ANWR mit. Das abgerechnete Einkaufsvolumen für die eigenen Verbundgruppen ANWR, Garant, Rexor, Sport 2000, Goldkrone und der internationalen Verbünde lag mit 3,2 Milliarden Euro um 26,3 Prozent über dem Vorjahr und 10,1 Prozent über dem Niveau des Jahres 2019.

Der Bereich Schuhe schloss das Jahr mit 1,4 Milliarden Euro (plus 27,2 Prozent) ab. Der Bereich Sport kam auf knapp 1,7 Milliarden Euro und damit auf ein Plus von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Abrechnungsvolumen des Bereichs Lederwaren wuchs um knapp 53,8 Prozent auf 119 Millionen Euro.

Bankgestützte Zentralregulierung weiterhin stabiles Fundament

Eine positive Entwicklung zeigten auch die beiden Banken in der ANWR-Unternehmensgruppe – DZB Bank GmbH und Aktivbank AG. Die Zentralregulierung für Handelskooperationen, die nicht zur ANWR-Unternehmensgruppe gehören, entwickelte sich auch im Jahr 2022 positiv. Kooperationen aus den Branchen Baustoffe, Holz, Möbel, Kfz, Sanitär & Heizung, Spielzeug und Fahrrad verzeichneten ein gestiegenes Geschäftsvolumen. Dies belief sich im Jahr 2022 auf 16,8 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Prozent. Auch DZB Payment, Lösungen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr im stationären Handel und im E-Commerce sowie das Factoring entwickelten sich mit einem Volumen von 0,8 bzw. 0,9 Milliarden Euro positiv.

Das Geschäftsvolumen der gesamten Gruppe lag mit 21,7 Milliarden Euro um 9,6 Prozent über dem Vorjahreswert. „Unter den herausfordernden Rahmenbedingungen im Jahr 2022 ist das eine bemerkenswerte Entwicklung“, so Frank Schuffelen, Vorstandsvorsitzender der ANWR Group. „Besonders hervorzugeben ist, dass nahezu alle der insgesamt 15 verschiedenen Branchen aus dem Bereich der Zentralregulierung Zuwachsraten erzielen konnten. Der hohe Diversifikationsgrad in verschiedene Branchen und Märkten ist die Basis für eine stabile Entwicklung der Unternehmensgruppe.“

Ausblick 2023 – volatile Rahmenbedingungen für den Handel

Auch das Jahr 2023 sei für die Branchen der ANWR-Unternehmensgruppe gut gestartet, die relevanten Parameter für das kommende Handelsjahr seien allerdings sehr volatil, berichtet die ANWR. Ein wesentlicher Faktor sei die Entwicklung der Strom- und Gaspreise. Darüber hinaus sei noch schwer vorherzusehen, wie sich die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine bzw. die geopolitische Lage insgesamt entwickele und welchen Einfluss dies auf die Verbraucherstimmung habe. Ebenso hofft man, dass sich die gerade entspannende Situation im Bereich der Lieferketten durch eine sich verschärfende Coronalage in China nicht wieder eintrübt.

Eine weitere Herausforderung sei die Vitalisierung der Innenstädte. „Die Beseitigung von Leerständen und die Steigerung der Attraktivität der Angebote sind die Aufgaben der Stunde für die Kommunen und sämtlicher beteiligter Partner“, betont Schuffelen. Neben den exogenen Faktoren komme es aus seiner Sicht auf jedes einzelne Unternehmen an. Die Geschäftsmodelle müssten sich konsequent am Kundenbedarf orientieren. Kunden zu begeistern und für sich zu gewinnen, sei das Gebot der Stunde – online und offline. Am Ende zähle der Mehrwert für den Kunden und die Relevanz des Angebots. „Im stationären Handel ist dies geprägt durch die Menschen. Sie können Stimmungen erzeugen und damit auch die Kauflaune positiv beeinflussen“, so Schuffelen.

Foto: Andrey Popov/Adobe Stock
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